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von der berührung

ich lasse mich berühren

frucht in der einsamkeit des schnees

frucht in der einsamkeit des schnees

ich lasse mich berühren
öffne mein herz
spüre die wärme
das licht
es flute durch mich
es erhellt jeden winkel in mir

ich lasse mich berühren
mein herz ist offen
spür, was ich bin
was schmerz in mir ist
was heil in mir ist

ich lasse mich berühren
mein herz ist offen
spüre die gegenwart des menschen
spüre, wie dieser mensch in mir ist
spüre, seine freude
sein leid

ich lasse mich berühren
mein herz ist offen
spüre, was er ist
sein leben
seine hoffnung
seine verzweiflung

nur,
teilen kann er es nicht
ich spüre, was präsent ist
nur teilen kann er es nicht

die angst
vorm öffnen seines herzens
sie jagt ihm schrecken ein
verletzlich sein, ist nicht gewollt
verletzlich sein macht angst 

er zieht sich lieber
in sich
in seine einsamkeit
zurück

er selbst
er wird sich nicht verletzen
nein

teilen möchte er
niemals seinen schmerz

bewahren möchte er
seinen schatz
im sicheren hafen der einsamkeit

doch spürbar ist er
auch mit seinem schmerz

der mensch er braucht noch zeit

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